Lungenfunktionsprüfung2019-02-28T09:18:31+02:00

Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungenvolumen und das Atemvolumen gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt. Der Patient atmet über ein Mundstück in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Dabei misst das Gerät elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, und die Menge der geatmeten Luft pro Zeit. Die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, bildet das Gerät grafisch ab. So kann auch ein direkter Vergleich der Messwerte aus verschiedenen Tests erfolgen.

Zur Erfassung der verschiedenen Messgrößen muss der Patient die Anweisungen des Untersuchenden bezüglich Ein- und Ausatmung genau befolgen. Sonst werden falsche Werte gemessen, die wiederum zu falschen Rückschlüssen bei der Behandlung führen können. Die Untersuchung hängt somit von einer guten Mitarbeit des Patienten ab. Durch Messung der Lungenvolumina ist es dem Arzt möglich, Erkrankungen der Lunge zu diagnostizieren und in ihrem Verlauf zu kontrollieren. Diese Messgrößen helfen beispielsweise zwischen den beiden Hauptgruppen von Lungenerkrankungen zu unterscheiden:

  • Obstruktive Lungenerkrankungen: Sie werden durch eine Verengung der Atemwege verursacht, z.B. durch Asthma bronchiale oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Letztere tritt sehr häufig nach jahrelangem Rauchen auf.
  • Restriktive Lungenerkrankungen: Dabei sind Lunge und/oder Brustkorb vermindert dehnbar. Beispiele sind Lungenverhärtung (Lungenfibrose), Flüssigkeitsansammlung im Lungenspalt (Pleuraerguss) oder ein hoch stehendes Zwerchfell (Zwerchfellparese).

Bei chronischer Bronchitis – also meist bei Rauchern – ist die Schnelligkeit der Ausatmung dauerhaft vermindert, bei Asthma bronchiale ist das nur im Anfall festzustellen. Bei Entzündungen oder Überblähungen der Lunge ist das Atemvolumen eingeschränkt – immer im Vergleich zu Sollwerten je nach Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht.

Mit der Lungenfunktionsprüfung können verschiedene Lungenerkrankungen früh erkannt werden. Bestehende Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) werden durch wiederholte Untersuchungen in Ihrem Verlauf kontrolliert und damit der Therapieerfolg überprüft.

Bei Patienten, die am Behandlungsprogramm DMP Asthma bronchiale oder DMP COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) teilnehmen, wird die Lungenfunktionsprüfung in regelmäßigen Abständen durchgeführt (> Siehe DMP).