Hautkrebsvorsorge2019-02-28T08:18:10+01:00

Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorge gehört zu Ihrer persönlichen Vorsorge für ein gesundes und langes Leben. Wir bieten diese wichtige Vorsorgeuntersuchung in unserer Praxis an und legen Ihnen die Durchführung nahe.

Die Hautkrebsvorsorge ist besonders wichtig bei Personen

  • mit ausgeprägten und häufigen Sonnenbrandreaktionen in der Kindheit und Jugend
  • die über längere Zeit intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind oder sich überwiegend im Freien aufhalten
  • die hellhäutig oder rothaarig sind
  • mit einer hohen Anzahl von Muttermalen
  • mit einem oder mehreren Fällen von Hautkrebs in der Familie
  • die häufig mit Arsen oder Teer arbeiten
  • die häufig radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind oder waren – zum Beispiel nach einer Strahlentherapie
  • die aufgrund einer Organtransplantation Immunsystem-hemmende Medikamente einnehmen

Die Hautkrebsvorsorge wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Ab dem 35. Lebensjahr bieten die Krankenkassen diese Untersuchung alle 2 Jahre an. Sie umfasst eine genaue Betrachtung der Haut, von Kopf bis Fuß – gegebenenfalls mittels eines Aufsichtmikroskops (Dermatoskopie) – von Veränderungen der Haut. Auffällige und krebsverdächtige Veränderungen können so rechtzeitig erkannt und entfernt werden.

Ihr Nutzen
Hautkrebs ist eine stetig zunehmende und gefährliche Erkrankung, an der jährlich viele Patienten erkranken. Sie können sich durch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge sowohl vor dem Krebs als auch vor seinen ernsten Folgen schützen.

Die Hautkrebsvorsorge dient dem rechtzeitigen Erkennen von bösartigen Geschwülsten der Haut in einem heilbaren Stadium.

Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die übermäßige UV-Bestrahlung durch Sonnenlicht und Sonnenbank. Der Krebsart nach werden im Wesentlichen das maligne Melanom, der Basalzellkrebs und das Spinaliom unterschieden.

Malignes Melanom
In den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen an bösartigen Hauttumoren in Europa fast verdoppelt. Etwa 2-3 % der Deutschen sind jährlich neu betroffen. Etwa 1% der Krebstodesfälle gehen auf das maligne Melanom zurück. Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebs, da er häufig Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen in anderen Organen bildet. Er tritt überwiegend an den belichteten Körperstellen – Gesicht, Dekolletee und Händen – aber auch an anderen Stellen auf. Maligne Melanome ähneln Muttermalen. Diese Muttermale müssen regelmäßig kontrolliert und bei auffälliger Veränderung entfernt werden.

Aktinische Keratose – Lichtkeratose
Eine aktinische Keratose ist eine Verhornungsstörung der Haut. Sie ist durch Sonnenstrahlung bedingt – oder Solarium – und tritt daher besonders bei Menschen auf, die häufig dieser Strahlung ausgesetzt sind. In einigen Fällen kann sich aus einer aktinischen Keratose Krebs entwickeln – das so genannte Plattenepithelkarzinom oder Spinaliom. Man spricht daher bei aktinischen Keratosen auch von Präkanzerosen (Krebsvorstufen).

Plattenepithelkarzinom oder Spinaliom
Der Stachelzellkrebs – Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom – ist mit 50 von 100.000 Frauen und 100 von 100.000 Männern, die jährlich neu erkranken, weit verbreitet. Es wird durch Strahlung ausgelöst – sowohl Sonnenstrahlung als auch Strahlung in Solarien. Dieser Tumor neigt zu Blutungen und bildet häufig Krusten und derbe Knoten. Das Spinaliom wird chirurgisch entfernt. Wichtig ist immer, dass der Tumor „im Gesunden“ abgetragen wird. Das bedeutet, dass nicht nur der Tumor, sondern auch ein Teil des umliegenden Gewebes entfernt wird, um sicher zu gehen, dass keine Tumorreste zurückbleiben. Um einen Lymphknotenbefall auszuschließen, müssen diese ebenfalls untersucht werden. Mitunter ist eine Strahlentherapie erforderlich.

Basaliom
Der Basalzellkrebs – Basaliom – trat früher insbesondere an sonnenexponierten Hautstellen bei eher älteren Menschen auf. Mittlerweile sind auch jüngere Menschen davon betroffen. Dieser Krebs bildet keine Metastasen, kann jedoch sehr tief in die Haut einwachsen und darunter liegende Gewebe schädigen. Die Sterblichkeit liegt bei etwa 1% der Betroffenen. Die Haut besteht aus mehreren Schichten. Die unterste Hautschicht, aus der die neuen Hautzellen nach oben wachsen, wird als Basalzellschicht bezeichnet. In ihr liegen die so genannten Basalzellen, die beim Basaliom erkrankt sind.

Wir werden nach eingehender Untersuchung den Befund besprechen und Sie gegebenenfalls hautärztlich vorstellen.